Macht als Verantwortung statt als Bedrohung.
In ihrer Forschung beschäftigt sich Eliane mit Macht und Networking. Ein zentraler Befund:
Menschen mit Macht handeln oft zielgerichteter, ruhiger und ressourcenschonender.
Problematisch wird Macht nicht durch ihr Vorhandensein, sondern durch ihren unreflektierten oder opportunistischen Einsatz.
Im Führungskontext heißt das:
- Macht kann unterdrücken
- Macht kann aber auch ermöglichen
- Macht kann Räume öffnen, schützen und stabilisieren
- und am Ende teuer (Anwaltskosten, Kündigungen, verbrannte Erde)
Konflikte zwischen „oben“ und „unten“
Besonders heikel sind Konflikte zwischen Menschen mit unterschiedlicher Machtposition. Viele kennen die innere Frage:
Kann ich das ansprechen – oder gefährde ich mich damit?
Eliane rät hier nicht zu Rückzug, sondern zu guter Vorbereitung:
Was ist mein Anliegen?
Was ist mein Ziel?
Was brauche ich, um dieses Gespräch führen zu können?
Nicht jeder Konflikt muss eskalieren. Aber unausgesprochene Bedürfnisse eskalieren oft später.
Warum „noch jemanden mitnehmen“ nicht immer hilft.
Ein interessanter Punkt: Eine zweite Person ins Gespräch zu holen, kann unterstützen – aber auch Fronten verhärten. Besonders früh im Konflikt kann ein „Aufmarsch“ eher Abwehr als Offenheit erzeugen. Daher ist es wichtig nicht irgendjemandne mit zu nehmen sondern eine Perosn die wirklich weiß was Sie tut. Keinen Coache sondern einen Mediator.
Mini-Impuls für Führungskräfte:
Externe Vermittlung (z. B. Mediation) ist dann sinnvoll, wenn:
- Gespräche emotional festgefahren sind
- Vertrauen beschädigt ist
- Machtasymmetrien den Dialog blockieren
Impuls für Organisationen:
Macht braucht Reflexion, nicht Vermeidung. Konfliktfähigkeit ist ein Zeichen von Reife – nicht von Schwäche.
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Elian arbeitet als Therapeutin und Yogalehrerin und verbindet Praxis und Wissenschaft in ihrer Promotion an der Universität zu Köln, in der sie zu Macht und Netzwerken forscht.
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